Dienstag, 16. Mai 2017

[Rezension] Heitz, Markus - Des Teufels Gebetbuch

Quelle: Droemer Knaur

Markus Heitz - Des Teufels Gebetbuch

 | ISBN: 978-3-426-65419-4 | Seiten: 672 | Erscheinungsdatum: 01. März 2017 | Verlag: Knaur | Format: Klappenbroschüre | Preis: 16,99€



Kurzbeschreibung

Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: 

Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.
Quelle: Droemer Knaur

Autor

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er schrieb über 40 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" gelang dem Saarländer der nationale und internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.

Quelle Droemer Knaur



Meine Meinung

Des Teufels Gebetbuch - ein Kartenspiel, das nur Böses will. Ein Kartenspiel, hergestellt im 18. Jhd., dass dich Dinge tun lässt, an die du sonst nicht gedacht hättest. Es lässt dich Menschen opfern und zerstört Leben. Es ist das pure Böse und wenn du das Pik-Ass ziehst: bist du tot!

Tadeus Boch ist ein ehemaliger Spieler mit einem hohen Schuldenberg, der nun in einem Casino als Sicherheitsmitarbeiter seinen Lohn verdient. Es scheint ein Zufall zu sein, als er eines Abends in den Besitz einer alten, mysteriösen Spielkarte kommt. Aber bei diesen Karten und besonders bei dem Teufels Gebetbuch ist nichts Zufall. Es sucht sich seinen Weg durch die Menschheit, damit es wieder vereint ist. Eine gefährliche Macht geht von dem Kartenspiel aus und viele Leichen pflastern dessen Weg. Gemeinsam mit der Ärztin Hyun Poe, die den Tod ihres Verlobten rächen will, macht er sich auf die Jagd nach dem Kartenspiel und den Ursprüngen. Dabei setzen beide ihr Leben auf dem Spiel. Denn Des Teufels Gebetbuch kennt keine Gnade!

Mein allererster Heitz und dann gleich so ein krasses Thema. Ich hatte das neue Werk des Autors schon in der Vorschau entdeckt und mir war schnell klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Ein Kartenspiel in Verbindung mit dem Teufel und Tod - klingt doch gut, oder?

In der Tat hatte ich viel Spaß beim Lesen und Hören dieses Buches. Heitz hat einen tollen Erzählstil, teilweise sehr weitschweifend, dennoch spannend und durchaus in der Lage, mich gebannt der Handlung folgen zu lassen. Dank zwei Haupterzählstränge lässt uns Heitz in die Gegenwart als auch ins alte Leipzig des 18. Jhd. eintauchen. Im alten Leipzig, wo das Kartenspiel seine Entstehung hat, begegnen wir auch dem jungen Goethe, dessen Idee zu seinem "Faust", mit dieser Geschichte wunderbar und durchaus logisch verwoben wird.

Trotzdem ist die Handlung an manchen Stellen auch sehr verwirrend. Markus Heitz führt sehr viele verschiedene Charaktere ein, die alle einen mehr oder weniger kurzen Auftritt haben und auch ziemlich schnell dahingerafft werden. Manchmal war es einfach zu viel und der Handlung hätten ein paar Seiten durchaus gutgetan. Was mir besonders fehlte, war ein gewisser Witz, eine Ironie, wie ich diese z. B. auch bei Tarantino gerne habe und von Heitz, bei den ganz Lobhudeleien auch so erwartet habe.

Stattdessen bekommt man hier subtilen Horror mit vielen (kranken) Figuren serviert, der ins Hirn geht und dich nicht so einfach loslässt. Ausgerechnet am Ende schenkt mir der Autor den Humor, den ich gerne im ganzen Buch verpackt bekommen hätte. Wenn ihr es also gerne blutig, spannend und mysteriös mögt, kann ich euch "Des Teufels Gebetbuch" nur als Herz legen.


Fazit

Mein erstes Buch von Markus Heitz war gleich mal ein guter Einstieg in des Autors Werke. "Des Teufels Gebetbuch" ist ein spannender Pageturner, in dem man dem blutigen Pfad eines Kartenspiels folgt. Ein paar Seiten hätten der Handlung sicherlich gutgetan und auch einen gewissen Humor vermisste ich an vielen Stellen. Dennoch kann ich klar sagen, dass mir dieses Buch viel Spaß gemacht hat und ich es allen Heitz-Anhängern wärmstens empfehlen kann.




Kommentare:

  1. Hallo Carolin,

    mir hat das Buch ebenfalls gut gefallen und konnte es kaum zur Seite legen. Die Ideen von Markus Heitz sowie der Schreibstil taten hier natürlich ihr Übriges :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallo Uwe,

      Ich fand die Idee auch klasse, weshalb ich das Buch auch unbedingt lesen wollte. Und selbst der Schreibstil - auch wenn er an manchen Stellen etwas weit ausholte - gefiel mir sehr. Jetzt hoffe ich, dass ich seine anderen Bücher auch irgendwann lesen werde.

      Danke für deinen Besuch :-)

      Liebe Grüße
      Caro

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