Dienstag, 18. April 2017

[Rezension] Parks, Kathy - Echt mieser Zufall oder Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging


Arena Verlag

Kathy Parks - Echt mieser Zufall
 oder 
Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging
aus dem Amerikanischen von Bea Reiter

 | ISBN: 978-3-401-60249-3 | Seiten: 328 | Erscheinungsdatum: 02. Januar 2017 | Verlag: Arena |Format: gebundene Ausgabe | Preis: 14,99€



Kurzbeschreibung

Als die Küstenregion von Los Angeles von einer Riesenwelle überrollt wird, findet sich Denver in einem Rettungsboot wieder. Hinter ihr treiben die Trümmer des Strandhauses, in dem sie gerade noch ihren ersten Kuss erleben wollte. Mit im Boot sitzen drei der beliebtesten High-School-Schülerinnen und Trevor, der Schlagzeuger der >Schulband – den Rest des Jahrgangs hat es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit dahingerafft. Das Problem: Denver ist nicht beliebt. Eigentlich so ziemlich das Gegenteil. Und das macht das Überleben auf hoher See nicht gerade einfacher …

Quelle: Arena Verlag

Meine Meinung

Dieses Buch ist ja bisher nicht so bekannt in der breiten Leserwelt. Mir ist es Anfang des Jahres in der Verlagsvorschau aufgefallen. Ich mochte das Cover sehr. Einige bezeichnen es als kitschig, was ich jetzt nicht behaupten kann. Nach dem Lesen kann ich aber sagen, dass es doch recht gut zum Inhalt passt.

Denver wohnt seit 4 Jahren in L. A. und hat gerade ihre beste Freundin verloren. Auf einer Party, auf der sie eigentlich unerwünscht ist, passiert das Unglück. Nach einem kleinen Beben stürzt ein riesiger Tsunami auf die feiernden Gäste nieder und reißt alles mit, was nicht niet-und-nagelfest ist. Viele sterben, aber Denver überlebt. Auf dem Hausdach der Partyunterkunft gemeinsam mit den zwei oberflächlichsten Zicken der High School, Trever Dunham und ihrer ehemaligen besten Freundin Abigail schippert sie nun dem Tod entgegen. Oder dem Überleben... was halt schneller kommt.

Wir erleben die Handlung aus der Sicht von Denver. Dabei durchschreiten wir zwei Zeitebenen. Einmal die Gegenwart, wo es um den harten Überlebenskampf auf dem offenen Meer geht. Denver und ihre Leidensgenossen müssen nicht nur zusehen, wie sie z. B. an Trinkwasser kommen. Sie müssen auch lernen miteinander klarzukommen. Anfängliche Oberflächlichkeiten werden bald abgelegt und die Schulzicken lernen, dass man sich von ihrer Schönheit nicht über Wasser halten kann.

Dazu gibt es Rückblenden, in denen wir erfahren, warum es zum Bruch zwischen Denver und Abigail kam. Dieser Bruch führt nämlich dazu, dass Denver zum absoluten Außenseiter mutiert. Letztendlich müsste man aber überlegen, wie gut Denver die Freundschaft getan hat. Denn Abigail war schon die führende Kraft in der Beziehung. Manchmal hatte ich den Eindruck das Denver eine Art Schoßhündchen war und das gefiel mir gar nicht.

Beim Lesen dieses Buches fällt einen sofort der sarkastische Schreibstil ins Auge. Bei allem Drama in diesem Buch nebst Tsunami und ertrunkenen Leuten, passte dieser an manchen Stellen. An manchen Stellen aber auch nicht. Die Autorin ist es auch nicht gelungen mich bis zum Ende des Buch durchgehend zu fesseln. Was ich natürlich ziemlich schade fand. Ob es nun das Thema Freundschaft oder der (harte) Kampf ums Überleben ist: Das Buch fesselt schon auf seine Art, konnte mich aber nicht hundertprozentig überzeugen. Allerdings gibt es bestimmt Leser, die dieses Buch schon aufgrund des Schreibstils toll finden könnten. Denen kann ich es deshalb ans Herz legen.

Fazit

Hundertprozentig überzeugen konnte mich Kathy Parks mit "Ein mieser Zufall" leider nicht. Die Spannung konnte nicht durchgängig und besonders nicht bis zum Schluss gehalten werden. Leider rettet da der sarkastische Schreibstil auch nicht viel, da er in meinen Augen auch an manchen Stellen unpassend war.

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