Dienstag, 24. Januar 2017

[Rezension] Taus, Ina - Bitter Beats (#bandstorys 1)

Quelle: Carlsen
Titel: Bitter Beats (#bandstorys 1)
Originaltitel: -/-
Autor: Ina Taus
Übersetzer: -/-
Erscheinungsdatum: 05. Januar 2017
Verlag: Impress
ISBN: 978-364-660288-3 
Format: Ebook
Seiten: 343
Preis: 3,99€

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Seit ihre große Liebe bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, scheint es, als hätte Anna jeglichen Bezug zur Außenwelt verloren. Denn ihre Liebe war ein Geheimnis, das sie niemandem anvertrauen konnte, schon gar nicht ihrer Familie. Nicht mal ihre Bandkollegen kommen noch an sie heran, dabei ist ihr Gesang das Einzige, das Anna noch über Wasser hält. Bis sie nach einer Bandprobe im strömenden Regen in eine Bushaltestelle flüchtet und ihm begegnet. Max, mit dem tollen Musikgeschmack und dem süßen Lächeln. Max, der seinen Blick kaum von ihr abwenden kann. Nach ihrem ersten flüchtigen Moment im Regen glaubt keiner der beiden, den anderen je wiederzusehen. Aber man begegnet sich immer zwei Mal im Leben…

Quelle: Carlsen 




Ina Taus wurde 1986 geboren und lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Niederösterreich. Wenn sie nicht gerade als Sachbearbeiterin mit Zahlen jongliert, lässt sie die Buchstaben tanzen und bringt die vielen Ideen, die ihr im Kopf herumschwirren, zu Papier. 

Quelle: Carlsen
 
 
Das Leben hat es bisher nicht so gut gemeint mit Anna. Nachdem ihre erste große Liebe bei einem Autounfall stirbt, fällt sie in ein tiefes Loch und die Trauer bestimmt über 2 Jahre lang ihr Leben und ihren Alltag. Das einzige, was sie immer wieder aus der Dunkelheit rettet, ist die Musik und ihre Band "Anna falls" mit der sie ihre Leidenschaft ausleben kann. Auf der Bühne ist Anna immer noch die Alte, aber privat kommt kaum einer mehr an sie ran. Als Anna eines Tages Max begegnet versteht sie, dass sie so nicht weiterleben kann und befreit sich Schritt für Schritt von dem belastenden Gewicht der Trauer und des Verlust. Zwischen Anna und Max entwickeln sich zarte Bande, aber keiner von ihnen ahnt, dass die beiden eine ganz bestimmte Verbindung haben.

Ina Taus hat mit ihren #bandstorys wahrlich nichts Neues erfunden. Geschichten über Rockstars und Bands gibt es zuhauf. Gelesen habe ich dieses "Genre" noch nicht. So bin ich nicht gesättigt von den Themen und konnte mich jungfräulich in die Geschichte stürzen.

Ich lernte Anna zu Beginn als trauernde junge Frau kennen. Der Verlust ihrer ersten großen Liebe Elias macht ihr auch nach 2 Jahren noch schwer zu schaffen und jeder Versuch ihrer Freunde, ihr wieder etwas mehr Lebensmut zu geben, scheiterten. Erst die Begegnung mit Max scheint sie aus ihren Loch zu ziehen. Annas Wandel vom Trauerkloß zur "alten" Anna, empfand ich als etwas zu schnell. Ich konnte diesen Umbruch nicht nachvollziehen, da er mir persönlich zu schnell ging und ich ihn Anna auch ganz einfach nicht abnahm.

Max ist anfangs ein Schwerenöter, der sich gerne mit hübschen Frauen umgibt ohne irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Durch die Begegnung mit Anna überdenkt er sein Verhalten und ist von Beginn an hin und weg von ihr. Das Max der Sänger der Band "Must be Crazy" ist, hilft dabei, dass sich Anna und er öfters begegnen und anfreunden. Max geht sehr geduldig mit Anna um, und lässt ihr viel Zeit, sich ihm zu nähern. Irgendwie konnte ich Max diesen Sinneswandel aber nicht abnehmen, Denn der Umschwung vom Frauenmagnet zu einem Ein-Frau-Mann ging mir irgendwie zu schnell, als dass dieser realistisch wäre.

Ina Taus' Schreibstil lag mir sehr, da er weder zäh noch mühevoll zu lesen war. Und dennoch war ich mit einigen Dingen nicht einverstanden. Da ist z. B. die doch recht oberflächliche Behandlung des Themas Trauer zu nennen. Ich hätte mir an manchen Stellen eine vermehrte Auseinanderetzung mit diesem Thema, besonders aus Annas Sicht, gewünscht. Wie oben schon geschrieben, ging mir vieles zu schnell und wirkte daher auf mich unrealistisch.

Was mich auch nervte war, dass ALLE Männer in den weiblichen Hauptcharakter verliebt sind und sie natürlich überhaupt nichts merkt. *augenroll* Das ist so ein ödes Klischee und hätte in meinen Augen gerne weggelassen werden können.

Am meisten störte mich das Ende, dass sich ziemlich zog. Und auch die "mysteröse" @missmysterious verstand ich nicht. Vielleicht geht die Autorin in den weiteren Bänden näher auf diese (nervige) Twitter-Tante ein. In diesen Buch fand ich sie störend, da sie teilweise das kommende Kapitel spoilerte. Aber wie gesagt, vielleicht verät uns die Autorin ja in späteren Bänden, wer sich hinter dieser mysteriösen Person versteckt.

Trotz meiner Kritik mag ich euch, die gerne Rockstars-Geschichten und viel Musik in der Handlung mögen, diese Reihe ans Herz legen. Ich bin sicher, es wird viele Fans geben, die Ina Taus'-Reihe lieben werden. Ich werde die nächsten Bände wahrscheinlich auch lesen und hoffe ganz einfach, dass sie besser sind als dieser Start der Reihe.

Einige Kritikpunkte muss sich "Bitter Beats" von Ina Taus leider über sich ergehen lassen. Zwar ist dieser Roman der Autorin eine solide Leistung, aber die Handlung ist an vielen Stellen noch ausbaufähig. Ob es die oberflächliche Behandlung des Themas Trauer ist oder auch ein sich ziehendes Ende: Es geht besser. Dennoch denke ich, dass ich die Autorin mit ihren #bandstorys weiter im Auge behalten werde.

Von mir gibt es



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