Mittwoch, 14. September 2016

[Rezension] Moyes, Jojo - Ein ganz neues Leben

Quelle: Rowohlt
Titel: Ein ganz neues Leben
Originaltitel: After you
Autor: Jojo Moyes
Übersetzer: Karolina Fell
Erscheinungsdatum: 25. September 2015
Verlag: Wunderlich
ISBN: 978-380-525094-8
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 528
Preis: 19,95€

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>>Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Vom ersten Tag an, an dem du mit deinen lächerlichen Klamotten hereingestapft bist. Du hast mein Leben verändert.<<

Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.

Quelle: Rowohlt




Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf dem Land in Essex.

Quelle: Rowohlt



Als ich damals "Ein ganzes halbes Jahr" gelesen habe, war ich nicht ganz zufrieden mit dem Ende des Buches. Zwar war ich beim Lesen mit dem Herzen dabei und fand es toll, wie sich Lou und Will langsam näher kamen. Aber mir fehlte damals, mehr Sicht hinter Wills Gedanken und warum er den Schritt ging, den er gegangen ist. Auf den Nachfolgeband war ich jetzt sehr neugierig und ich kann euch sagen, dass mich dieses Buch noch mehr ergriffen hat, wie der Vorgänger. 

Zwei Jahre ist es her, seit Will durch einen Suizid die Welt und somit auch Louisas Leben für immer verlassen hat. Damals fiel sie in ein tiefes Loch und ist bis heute diesem noch nicht empor gekrochen. Ihr Versprechen, ihr Leben zu genießen, konnte sie bis zu diesem Tag nicht einlösen.Sie wandert betrübt und einsam durch den Alltag. Als es eines Tages an ihrer Wohnungstür klopft, ahnt sie nicht, welche Wendung ihr Leben machen wird. Denn nicht nur für Lou, sondern auch für  Wills Familie ist endlich Licht am Ende des Tunnels und es ergibt sich eine Verbindung zu Will, die man vorher nicht erahnt hat. 

Mit Nachfolgebänden ist es ja immer so eine Sache. Sie können der absolute Reinfall sein oder wie in diesem Fall, nochmals unendlich berühren. Besonders Lou und ihre Trauer gingen mir in diesem Buch sehr zu Herzen. Vom diesen lebenslustigen und etwas verrückten Wesen, welches am liebsten bunte Klamotten trug, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Lou lebt ein tristes Leben, in einer öden Wohnung und hat einen noch tristeren Job. Sie kommt nicht richtig voran. Erst als zwei besondere Menschen in ihr Leben treten, kommt Bewegung rein und sie fasst Schritt für Schritt und Seite für Seite wieder neuen Lebensmut.

Diese "Verbindung zu Will" fand ich zunächst einen seltsamen Aufhänger. Aber im Laufe der Handlung konnte Jojo Moyes dies wirklich toll und plausibel umsetzen. Es gibt neue Hoffnung, an der sich nicht nur Lou sondern auch  Wills gesamte Familie klammert. Sehr gut gefallen hat mir dabei auch, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen war und nicht gleich alles sofort "gut wurde". Es ist ein langsamer Prozess mit einigen Enttäuschungen auf beiden Seiten.

Jojo Moyes hat einen sehr schönen Schreibstil, der gespickt mit der richtigen Prise Humor und lustigen Momenten für viel Unterhaltung sorgt. Sie schreibt gefühlvoll ohne zu sehr in den Kitsch zu verfallen. Das mochte ich sehr und trug dazu bei, dass ich das Buch nur ungern beiseite legen wollte. Die gesamte Handlung hat mich sehr berührt, sogar noch mehr als der Vorgänger. Warum das so ist, kann ich nicht mal genau sagen. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich damals so über Wills Entscheidung geärgert habe. Aber vielleicht liegt es auch einfach daran, dass mich Lou mit ihrer Trauer und den Kampf dieser zu entkommen, berührt hat und ich mich dadurch mehr mit ihr verbunden gefühlt habe.



Dieses Buch berührt von der ersten bis zur letzten Seite. Jojo Moyes konnte mich mit "Ein ganz neues Leben" ganz für sich gewinnen. Es ist der gefühlvolle aber auch humorvolle Schreibstil der Autorin, der mich überzeugt. Wenn sie es mit dem Vorgänger noch nicht geschafft hat, dann ist es jetzt soweit: Jojo Moyes hat einen neuen Fan.

Von mir gibt es 


Kommentare:

  1. Huhu :)

    oh, das klingt ja wirklich wundervoll. DA werd ich die Taschentücher schon mal bereitlegen, wenn es gar noch ergreifender ist als der Vorgänger. Das Buch liegt bereits hier bei mir, ich sollte es wohl auch endlich lesen. Vielen Dank für diese schöne Rezension! glg Franzi

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  2. Hey!
    Bei mir steht das Buch auch schon im Regal und wartet dringend darauf, gelesen zu werden. Die Zeit ist nur immer gegen mich ;-)
    Deine Rezension macht Lust darauf, du verrätst nicht zu viel, aber genug.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag
    LG
    Yvonne
    die heute über #litnetzwerk hier gelandet ist

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