Sonntag, 26. Juni 2016

[Rezension] Wolf, Ann-Kathrin - Sternschnuppenschauer

Quelle: Carlsen
Titel: Sternschnuppenschauer
Originaltitel: -/-
Autor: Ann-Kathrin Wolf
Übersetzer: -/-
Erscheinungsdatum: 02. Juni 2016
Verlag: Carlsen Impress
ISNB: 978-364-660217-3
Format: Ebook
Seiten: 346
Preis: 3,99€







Im Sommer strahlen die Sterne am hellsten

Cassie liebt die Sterne. Aber vor allem liebt sie es mit ihrem Vater in Sternschnuppennächten auf Wunschfang zu gehen. Bis er bei einem Autounfall ums Leben kommt und ihre Welt zusammenbricht. Dass sie daraufhin den Sommer ausgerechnet am Meer bei den Atkins verbringen soll, macht alles nur noch schlimmer. Denn dieser Ort hält zahlreiche schmerzhafte Erinnerungen für sie bereit. Sogar Logan, der süße Sohn der Atkins, ist keine große Hilfe. Mal ist er nett und einfühlsam, dann benimmt er sich wie der letzte Mistkerl. Kann er die Sterne für Cassie wieder erstrahlen lassen?

Quelle: Carlsen
Ann-Kathrin Wolf, geboren 1989 in Neumünster, lebt heute im schönen Schleswig-Holstein. Nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin, in der sie das Märchenerzählen für sich entdeckte, begann sie an der Fachhochschule Kiel das Studium »Soziale Arbeit«. Neben Zeichnen, Lesen, ihren beiden Katzen und Kaffeetrinken, ist das Schreiben schon immer eine große Leidenschaft von ihr gewesen.

Quelle: Carlsen
Einen Sommer an dem Ort zu verbringen, an dem man so viele Erinnerungen an eine schmerzlich vermisste Person hat, ist nicht gerade ein Wunschtraum. Auch für Cassie nicht, die vor ein paar Monaten erst ihren Vater bei einem Autounfall verloren hat. Beide verband die Leidenschaft für die Sterne. Bei den Atkins trifft sie nicht nur auf unwillkommende Erinnerungen, die ihr die Trauer immer vor Augen rufen. Sie trifft auch wieder auf  Summer & Logan, beste Freunde aus Kindheitstagen. Doch Logan hat sich verändert, aus dem lieben großen Bruder ist ein ungehobelter Mistkerl geworden, der seiner Familie und auch Cassie den Alltag nicht gerade leicht macht. 
Genau wie Cassie trägt er eine schwere Last mit sich und öffnet sich nur in ganz besonderen Momenten ihr gegenüber. Dieser Sommer verändert also sehr viel und rettet nicht nur einen Menschen...

Cassie steckt tief in der Trauerphase, da kommt ihr der Sommer bei den Jane Atkins, der besten Freundin von Casseis Mutter, und ihren zwei Kindern nicht gerade recht. Sie hat ihre Freude am Leben verloren und verkriecht sich hinter ihren Physikbüchern. Sie ist frustriert und auch enttäuscht. Ihre Mutter ist aufgrund ihrer Verfassung auch keine große Hilfe und muss sogar selbst in Therapie gehen. Cassie fühlt sich allein gelassen und abgeschoben. Erst ihr Dad und nun auch noch die Mutter. Bei den Atkins erlebt sie jedoch eine Art Familienleben und blüht allmählich auf. Sie findet neue Freunde und findet sogar den Mut sich selbst zu verändern.

Logan hat nicht wirklich viele Auftritte in diesem Buch. Dies fand ich sehr schade, denn irgendwie hatte ich gehofft, dass das Hauptaugenmerk auf die Romanze gelegt wird, aber vielmehr gab es viel Geplänkel nebenher und andere Männer versuchen bei Cassie zu landen. Logans "Schicksal", dass ihn charakterlich so verändert hat, war für mich ein wenig überflüssig, da ich auch die Auflösung nicht gerade gelungen fand. Logan war für mich auch nicht wirklich greifbar und hatte eher eine kleinere Nebenrolle als ich zunächst dachte. Von ihm hätte es ruhig mehr Auftritte geben können.

Der Schreibstil war locker und leicht und passt zur Thematik Sommerroman. Jedoch gab es einige Wiederholungen über die ich gestolpert bin, die mich beim Lesen störten. Aber ansonsten konnte ich flott durch die Handlung wandern und ganz und gar in ihr eintauchen. Wie oben schon erwähnt, hätte ich mir gerne mehr Auftritte von Logan gewünscht und mehr gemeinsame Szenen von Cassie und ihm. Mir fehlte ein wenig die Romantik und das Zwischenmenschliche zwischen den beiden. Dafür mussten immer Cassies Gedankengänge herhalten. Das Ende war schön gemacht, versorgte mich aber leider nicht mit dem richtigen Kribbeln, um das Buch mit einem zufriedenen Seufzer zu schließen. Vielleicht lag es an Cassies erst ganz schön zickigem Verhalten oder vielleicht lag es auch an der Szenerie. Jedenfalls fehlte irgendetwas, damit das Ende für mich komplett rund war. 

Mir gefiel jedoch Cassies Umgang mit der Trauer und vielleicht wollte die Autorin den Schwerpunkt nicht  auf die Romanze sondern auf die Trauerbewältigung legen. Jedenfalls ist es Ann-Kathrin Wolf gelungen, ihre Protagonistin durch die vielen Stadien der Trauer zu begleiten und sie langsam wieder am Leben teilnehmen zu lassen. Cassie macht eine tolle Veränderung durch und findet den Mut sich ihrer Trauer zu stellen. Das fand ich zwar sehr schön, aber auch in diesem Punkt, ging es mir teilweise zu schnell und das Ende lässt mich ein wenig unzufrieden zurück.

"Sternschnuppenschauer" klingt nach einen wunderbar leichten Sommerroman und das ist er auch. Trotz schwierigen Themas konnte mich Ann-Kathrin Wolf mit ihrem Buch überzeugen. Ihr ist es gelungen, den Umgang mit Trauer verständlich rüberzubringen. Kleine Kritikpunkte sind Wiederholungen, die mein Lesefluss störten und auch das Ende ist für mich nicht 100%ig gelungen. Ansonsten kann ich jedem Romantiker dieses Buch nur ans Herz legen.

Von mir gibt es


1 Kommentar:

  1. Huhu,

    ich fand Sternschnuppenschauer auch total toll - es ist einfach eine super süße Sommergeschichte.

    Liebe Grüße

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