Mittwoch, 4. November 2015

[Rezension] Inglis, Lucy - Zwischen Licht und Finsternis

*~*~*Infos zum Buch*~*~*

Quelle: Chicken House

Titel: Zwischen Licht und Finsternis
Originaltitel: City of Halves
Autor: Lucy Inglis
Übersetzer: Ilse Rothfuss
Erscheinungstermin: 02.10.2015
ISBN: 978-3-551-52080-7
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 400
Preis: 19,99€



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*~*~*Kurzbeschreibung*~*~*

London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan vor ihr – gut aussehend, geheimnisvoll und faszinierend. Merkwürdig, dass er ihre seltene Blutgruppe kennt, aber noch merkwürdiger, dass es angeblich eine Verbindung zwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben soll. Von einer auf die andere Sekunde befindet sich Lily in einem Strudel aus Verbrechen und Verrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis.

Quelle: Chicken House

*~*~*Autor*~*~*

Lucy Inglis ist Historikerin und hat sich auf das 18. Jahrhundert spezialisiert. Ihr Blog Gregorian London, für den sie mehrfach ausgezeichnet und der von internationalen Zeitungen und Zeitschriften hochgelobt wurde, ist inzwischen Sekundärquelle für Studenten und Institutionen. Mit ihrem Mann und einem Border Terrier lebt sie im Schatten der St Paul's Cathedral in London.

Quelle: Chicken House


*~*~*Meine Meinung*~*~*


Schon beim ersten Blick auf das Buch ist mir das Cover aufgefallen. Es ist doch recht düster, aber das rote Haar des Mädchens leuchtet ungemein und ist ein richtiger Eye-Catcher.  Mir hat das gut gefallen, weil es für mich das Licht des Titel ein wenig darstellt.

Die Protagonistin Lily lebt allein mit ihrem Vater in London. Er ist Anwalt und Lily unterstützt ihn häufig bei der Recherche für seine Fälle. Bei einer dieser Einsätze wird sie von einem dreiköpfigen Hund angegriffen und beinahe getötet. Doch der geheimnisvolle Regan rettet sie durch eine Bluttransfusion. Alles an ihm ist merkwürdig, ganz besonders die Tatsache, dass er Lilys seltene Blutgruppe kennt und das es anscheinend eine Verbindung zwischen den beiden und den mysteriösen Vorfällen in London gibt. Lily wird in eine Welt mitgerissen, der sie bisher keine Beachtung schenkte. Ihr Laufen plötzlich fabelhafte Wesen vor die Füße und sie lernt, dass man nicht allen einfach so trauen kann und darf.

Gleich der Einstieg in die Geschichte ist spannend, denn man wird gleich in das Geschehen mit hinein gestoßen. Der Überfall auf Lily und das Zusammentreffen mit Regan ist der Beginn einer recht fesselnden Story. Lily ist ein mutiges und selbstbewusstes 17-jähriges Mädchen. Sie hinterfragt wenig und handelt intuitiv. Das mochte ich zwar, weil es dem Buch viel an Diskussionen entnahm, war an manchen Stellen aber auch irgendwie unglaubwürdig. Auch Lilys Vater nimmt vieles hin. Die zwei gehen sehr harmonisch, manchmal zu sehr, miteinander um. In ihrer Beziehung fehlte irgendwie die Rangordnung und die Führung durch den Erziehungsberechtigten.
Regan ist geheimnisvoll und anscheinend der Herzensbrecher schlechthin. Er gibt sich meist unnahbar und war für mich an manchen Stellen nicht greifbar. Lily ist von ihren 19 Jahre alten Lebensretter gleich fasziniert und eine starke Anziehungskraft geht von beiden aus. Das heißt aber nicht, dass der Leser jetzt eine große Liebesgeschichte erwarten kann. Jedoch gibt es die ein oder andere Stelle, die romantisch ist. Da das Buch für Leser ab 14 Jahre ist, finde ich aber auch, dass alles wohl dosiert ist. 

Die düstere Atmosphäre, die im Buch herrschte, fand ich toll. Es ist die Form der Endzeit-Stimmung, die mich ansprach und mich an das Buch band. Die Story behandelt das Thema Humangenetik und das Recht des Menschen in die Natur einzugreifen. Das war recht spannend und interessant wurde aber meist nur oberflächlich erwähnt. Irgendwie fehlte mir da der "erhobene Zeigefinger", die "Moral von der Geschichte". 
Die Handlung war stellenweise ziemlich sprunghaft und ich musste mich manchmal neu orientieren, um zu wissen, an welcher Stelle ich mich gerade befand. 
Der Schreibstil sagte mir zu und war an den meisten Stellen flüssig. Die Autorin, aber auch die Übersetzerin haben da gute Arbeit geleistet.  Alles in allem ist dieses Jugendbuch ein solides Werk, dass Spaß macht gelesen zu werden. Schade fand ich jedoch, dass das Ende ziemlich offen gehalten wurde, auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen war. Im Prinzip benötige ich noch einen zweiten Teil, aber ob es diesen geben wird, weiß ich leider nicht.

*~*~*Fazit*~*~*

Lucy Inglis hat mit "Zwischen Licht und Finsternis" ein spannendes Buch für junge Leser geschrieben. Alles in allem war die Geschichte sehr stimmig, flüssig und schnell zu lesen. Aber ich hätte es gut gefunden, wenn das Thema Humangenetik und auch die Handlung nicht so oberflächlich angekratzt wäre. 

Von mir gibt es 


Kommentare:

  1. Sehr ausgewogene Rezension. Einige Punkte scheinen aber doch störend zu sein. Klingt immer so, als würde das Tüpfelchen auf dem i stets fehlen.

    Lg, Emma

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    1. Ja, genau.... Es fehlte oft das gewisse Etwas. Sehr schade, da ansonsten das Buch nicht schlecht war. :-)

      Liebe Grüße Caro

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