Donnerstag, 7. Mai 2015

[Rezension] Selek, Deniz - Aprikosensommer

Quelle: S. Fischer Verlage


Titel: Aprikosensommer
Autor: Deniz Selek
Verlag: Fischer Kinder und Jugendbuch Verlag
ISBN: 978-3-7355-0066-5
Format: Taschenbuch
Seiten: 288
Preis: 9,99€




Die berührende Suche eines Mädchens nach ihrem Vater,nach der eigenen Identität und die Geschichte einer ersten Liebe
Eve fliegt mit ihrer Mutter nach Istanbul, um ihren Vater ausfindig zu machen. Fünfzehn Jahre lang hat ihre Mutter alle Fragen nach ihm abgeblockt. Als er dann tatsächlich vor Eve steht, hat sie das Gefühl, endlich den fehlenden Teil ihrer Identität gefunden zu haben. Und dann ist da auch noch ihr Dolmetscher Sinan, in den sie sich Hals über Kopf verliebt …
Quelle: Fischer Verlag


Foto: Evelin Schwab
Deniz Selek wurde in Hannover geboren und wuchs in Istanbul auf. Zurück in Deutschland studierte sie Germanistik und Innenarchitektur. Sie weiß als Deutsch-Türkin, wie es sich anfühlt, in zwei Kulturen zu Hause zu sein. Heute lebt sie als Autorin mit ihrer Familie in Berlin, aber ihr Herz gehört Istanbul, der Stadt voller Zauber und Magie.
Quelle: Fischer Verlage 



Mit 15 Jahren nicht zu wissen wer Dein Vater ist, ist nicht leicht. Auch für Evelyn – genannt Eve - zieht sich dieses Thema durch ihr Leben. Ihre Mutter hat bisher alle Gespräche darüber abgeblockt. Doch durch einen erneuten heftigen Streit lässt sie sich doch erweichen und erzählt ihre Geschichte. Die Folge: Evelyn und ihre Mutter machen sich auf die Suche nach Eves Vater und unternehmen bald eine Reise nach Istanbul. Dort findet Eve neben den Antworten auf viele Fragen auch eine neue Liebe.

Deniz Selek zeigt den Leser die Gedankenwelt eines Teenagers, dem irgendwie noch die Wurzeln fehlen. Auch wenn Eve von ihrer Mutter alles bekommen hat, vermisste sie einen männlichen Part in ihrer Familie. Dank ihres tollen Schreibstil waren Handlungen und Gedanken von Eve und ihrer Mutter nachvollziehbar. Auch wenn die Mutter für mich zeitweise wenig greifbar war. Der Hauptaugenmerk lag hat auf Evelyn Deren Suche nach nach dem Vater ist spannend zu beobachten, doch gerät sie mir in dieser Geschichte ein wenig zu kurz. Zu gern hätte ich Mutter und Tochter länger und detaillierter in den Nachforschungen begleitet. Schön zu sehen war, dass sich durch die Suche Mutter und Tochter wieder näher kommen. Deren Verhältnis hat doch etwas gelitten in letzter Zeit und der Streit, der letztendlich die Suche in Gang bringt, hat viele Wogen geglättet.

Die „Familienzusammenführung“ war sehr schön und herzlich, doch ging mir auch irgendwie zu schnell. Allerdings stach die Großmutter aus der Türkei dabei besonders hervor. Soviel Wärme kann nur von der Oma kommen. Der Vater schien anfangs schon sehr skeptisch, öffnete sich dann doch sehr schnell. Doch für Eve gibt es nicht nur eine neue Familie und das Finden der zweiten unbekannten Hälfte ihrer Herkunft, sondern auch einen neue junge Liebe, die durchaus ausbaufähig ist.

Schade fand ich letztendlich aber, dass die Handlung in Istanbul ebenfalls recht kurz gehalten wurde. Zu gern wäre ich tiefer in diese Stadt und deren magische Atmosphäre eingetaucht. Allein die Beschreibung und die Eindrücke von Eve machten Lust, mich sofort über die Stadt am Bosporus zu erkundigen. Ich spürte die Wärme, hörte die Geräusche und hatte die tollen Düfte in der Nase. Orient pur! Man spürte auch die Liebe der Autorin zu der schönen Stadt Istanbul. Es war einfach toll, ihr durch die Straßen zu folgen und die Eindrücke von Evelyn zu genießen.
Deniz Salek schaffte es durchaus eine tolle Atmosphäre, die mich an das Buch fesselte und mich mitfühlen ließ. Nur wäre ich an manchen Stellen gerne länger unterhalten worden.






Deniz Selek konnte mich mit ihrem Buch „Aprikosensommer“ gut unterhalten. Atmosphärisch und magisch war teilweise die Stimmung, so dass ich viel Spaß beim Lesen hatte. Jedoch hätte ich mir mehr Details bei der Suche und mir persönlich auch einen längeren Aufenthalt in Istanbul gewünscht. Dieser war meines Erachtens doch etwas zu kurz geraten und ließ die Familienzusammenführung zu hastig wirken.
Von mir gibt 

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